Kampot - die Stadt mit Pepp(er)

Die erste Stadt, wo ich nach mehreren Stunden Busfahrt ausgestiegen bin und total glücklich war dort zu sein. Noch nichts von der Stadt gesehen oder gehört - aber es war sauber. Paul hatte mit der Unordnung in einigen Gebieten Kambodschas und dem Müll überall nicht solche Probleme wie ich. Für mich war das alles extremer als Erwartet und umso schwerer erging es mir, mich daran zu gewöhnen. 

Hier ist ein Beispiel, was ich mit dem Müll meine🤦🏽‍♀️

Nach der Enttäuschung in Sihanoukville, war Kampot wieder die erste Stadt, die wir besuchten. Vielleicht war ich auch einfach deshalb so erleichtert - für mich konnte es nur besser werden. Unser Hostel war zudem auch noch sehr sauber und edel, was uns beide verblüffte. Das man tatsächlich mit weniger als 10$ die Nacht so einen Luxus haben kann, dass hat uns beide überrascht. 

Für die Tage in Kampot haben wir uns einen Roller gemietet. Flexibel und schnell. Das war unser Ziel. Schließlich ließe sich die Tour, die wir in den 2 Tagen gefahren sind, nicht annähernd zu Fuß ablaufen. Dafür hatten wir die Zeit auch gar nicht. Für uns gilt - wenig Aufenthalt, viel sehen.


Pfefferfabrik - Pfeffer kaufen und essen wir, haben uns zuvor aber nie darüber Gedanken gemacht, wie der Pfeffer hergestellt bzw verarbeitet wird, bevor er im Supermarktregal zum Verkauf steht. Kostenlos wurden wir durch die einzelnen Räume der Fabrik geführt und bekamen den Prozess eines Pfefferkorns auf Englisch vorgestellt. Zudem wurden wir einigen Angestellten dort vorgestellt und konnten deren Arbeit dort verfolgen. Jeden einzelnen Pfefferkorn durchgehen um zu schauen ob die Qualität stimmt. Ziemlich aufwendig - aber doch notwendig. Lange hat die Führung nicht gedauert, da standen wir auch schon vorne bei den fertigen Produkten zum Probieren. Wer Schärfeempfindlich ist, sollte sich diese Kostprobe vielleicht entgehen lassen. Nach dem ersten Pfefferkorn war mir mein innerlicher Hilferuf nach Wasser wahrscheinlich anzusehen, während Paul neben mir einen Pfefferkorn nach dem anderen probierte, ohne dabei rot zu werden. Auf jeden Fall eine interessante Erfahrung und ein lohnenswerter Ausflug. 

Der berühmte Kampot Pepper 🔥

Bokor Nationalpark - Wer gerne im Freien ist und sich von der Natur inspirieren lässt, findet hier seinen Platz. Über eine Stunde sind wir mit dem Roller durch den Nationalpark gefahren, um eine perfekte Sicht über Kampotstadt zu haben - nix da. 

Je höher wir kamen, desto stärker fing es an zu regnen, während es unten in der Stadt 35 Grad und Sonnenschein war.

Von einzelnen Sehenswürdigkeiten zwischendurch und aggressiven Weggefährten, wie die Affen dort, bis hin zu traumhaften Eindrücken einer unberührten Landschaft. Oben angekommen, warteten verlassene Gebäude sowie ein überragender Ausdruck der Natur auf uns. Lange konnten wir uns jedoch nicht dort aufhalten, da das Wetter immer schlechter wurde und wir unsere Gesundheit nicht aufs Spiel setzen wollten. Somit ging es in einem rasendem Tempo für uns bergab und zurück in die Sonne. Dank des Regens wurden aus kleinen Bächen ein einziger Fluss, der sich durch den Dschungel, bis runter insTal verfolgen ließ. Demzufolge waren auf dem Rückweg jede Menge Wasserfälle zu sehen, die das Gesamtbild vollendeten. Letztendlich hat uns der Weg nach oben mehr fasziniert als die eigentliche Attraktion vor Ort. Der Weg war das Ziel, welches unsere Vorstellung von einem Nationalpark deutlich übertroffen hat. 


Einer der Wasserfälle auf dem Rückweg🚿


Fazit - Kampot

Allgemein hat uns die Provinz Kampot sehr gut gefallen. Die Kleinstadt im französischem Kolonialstil ist immer wieder ein Hingucker und liegt zudem noch direkt am Mekong River, der quer durch Süd - Ost Asien geht. Die Atmosphäre vor Ort war angenehm und man hat sich direkt wohlgefühlt. Die Menschen dort haben uns herzlich aufgenommen und standen uns mit Rat und Tat zur Seite. Von beeindruckenden Läden über gern angesehene Seitengassen bis hin zu atemberaubenden Sonnenuntergängen von den beleuchteten Brücken Kampots. Für uns fühlte es sich an wie Weihnachten, als wir den ersten Abend diesen atemberaubenden Ausblick sahen. Die ganze Stadt hell erleuchtet in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Ob Brücken oder Bäume, alles war bunt. Auf unserer gesamten Reise durch Kambodscha, hat uns die Provinzstadt Kampot am meisten zugesprochen. Es wäre immer wieder eine Reise dort hin wert.  


Hier noch ein paar Bilder aus Kampot: