Next Stop - Sihanoukville

Am schönsten ist es doch einfach am Meer, dachten wir. Plastikmüll, der auf den Straßen liegen gelassen und letztendlich verbrannt wurde, staubige Luft, dass man nach 10 Minuten laufen das Gefühl hatte, man hätte einen kompletten Sandkasten ausgeleckt und umgeben von Kühen, die einem den Weg zum Meer versperrt haben. Und das nach 7 Stunden Busfahrt, voller Vorfreude auf schöne Strände und das Meer. Zum Glück galt Sihanoukville nur als Zwischenstopp für 2 Nächte, um auf die 2 schönsten Inseln Kambodschas zu gelangen. Von einer Stadt im Süden, direkt am Meer, hatten wir uns mehr versprochen. Da wir etwas außerhalb vom Zentrum der Stadt gewohnt haben, planten wir einen kompletten Tag ein, um die Strände Richtung Zentrum abzulaufen. Somit konnten wir wenigstens der staubigen Luft auf den Straßen entfliehen. Wunderschön waren die Strände jedoch auch nicht. Müll - überall wo wir hinsahen. Kinder, die teilweise mit dem Plastik aus dem Meer spielten und Eltern, die dabei nur zusahen. Für uns vorher unvorstellbar. Wir wagten uns an einigen Stellen ins Wasser, jedoch blieb die Freude nur von kurzer Dauer. Ein stechender und juckender Schmerz, der auf unserer Haut zu spüren war während wir im Meer schwammen. Wo zur Hölle waren wir gelandet? - eine Frage, die Paul sich bestimmt 5 mal am Tag von mir anhören durfte.

Als hätte man meine Verzweiflung hören können, kamen wir nach einigen Stunden an einem Traum von Strand an - Ocheuteal Beach. Türkis - blaues Wasser, weißer Sandstrand und Palmen. Perfekt für eine Pause nach mehreren Stunden Fußmarsch.

Ab diesem Zeitpunkt folgte ein schöner Strandabschnitt nach dem anderen, allerdings nur, weil direkt dahinter Resorts zusehen waren. Es ging soweit, dass wir teilweise nicht einmal für 2 Minuten in das Meer durften, um uns abzukühlen, da es sich um einen “privaten“ Bereich handelte. Schwachsinn. Für uns ein Grund, den Strandabschnitt zu verlassen und uns ins Herz Sihanoukvilles zu begeben - das Zentrum. Was folgte war eine Baustelle nach der anderen und keine schönen Aussichten. Lärm, Dreck, Staub und davon nicht gerade wenig. Unzufrieden und ohne weitere Erwartungen an die Stadt im Süden Kambodschas, fuhren wir mit einem Tuk Tuk zurück in unser Hostel, welches wenigstens ein gern gesehener Zufluchtsort für uns war. Es war sauber und angenehm kühl, so dass wir dort unsere Weiterreise auf die Inseln planen konnten. Mit gesättigten Mägen und genügend Vorrat an Wasser, ging es dann für uns nach 2 Nächten weiter zum Fährhafen. Abfahrt 🔜 Koh Rong. 



Fazit - Sihanoukville

Viel sagen brauche ich glaube ich nicht mehr dazu. Ich denke unsere Einstellung zu Sihanoukville wird in unserem Blogpost mehr als deutlich. Wir waren enttäuscht von dem, was wir dort vorgefunden hatten und waren unglaublich glücklich und froh darüber, als wir die Stadt nach 2 Nächten verlassen haben. Auch wenn es nur als Übergang für die Inseln galt, sollte man sich doch wohl fühlen - und einen neuen Ort mit Freude erkunden können. Das fehlte Paul und mir erheblich. Aber auch Erfahrungen dieser Art sind schätzbar und wir konnten lernen, mit Situationen umzugehen, die wir anders erwartet - und nicht vorhergesehen hatten. Also alles im Einem hatte es vielleicht doch was gutes, Teil dieser Erfahrung zu sein. 


Hier noch ein paar Bilder aus Sihanoukville: