Siem Reap - das Tor zu den Ruinen von Angkor

Der letzte Stop unserer einmonatigen Reise durch Kambodscha. Und mein absolutes Highlight. Nicht nur wegen der berühmten Tempel Angkor Wat, die hier einen eigenen Abschnitt verdient haben, sondern weil es einfach sehr schön hier sein sollte. Unser Aufenthalt begann schon damit schön zu werden, als wir in unser Hostel eincheckten. Ein sehr schönes Gebäude mit einem kleinem Bach, in dem große Kois und Schildkröten hausten und einem Außenpool für die Bewohner des Hauses. Der war zwar nicht groß, aber wir freuten uns total die Option zu haben in der Sonne zu liegen und am Pool zu relaxen. Diesen nutzten wir direkt am ersten Tag nach dem Frühstück und genossen es komplett. Nicht nur wegen des Pools war unsere Unterkunft ein Volltreffer. Wir hatten ein extrem großes sauberes Zimmer mit eigenem Bad und einem kleinen Balkon. Zudem war das Zentrum der Stadt gemütlich zu Fuß zu erreichen. 

Der kleine Bach, der durch unser Hostel verlief🐢🐟
Außenpool - klein aber fein🚿

Auch der erste Eindruck der Stadt war nur positiv. Wir liefen von unserer Unterkunft Richtung Zentrum und waren echt erstaunt. Diese Stadt hat extrem wenig mit Asien zu tun. Sehr sauber, sehr ruhig und einfach schön aufgebaut. Der Fluss ließ uns das Gefühl geben, als würden wir grade durch Amsterdam laufen und nicht durch eine asiatische Großstadt. Wir fühlten uns auf Anhieb wohl hier und freuten uns auf die kommenden drei Tage, die wir hier verbringen sollten. 

Siem Reap - der Weg zum Zentrum🏃🏽‍♀️
Entlang am Fluss 💧

Siem Reap hat einige Sehenswürdigkeiten parat, aber eine, um die man einfach nicht herum kommt: Angkor Wat.

Angkor Wat - Jeder hat sicherlich schon einmal davon gehört oder ein Bild vor Augen. Schließlich war es auch für uns das Einzige, was wir bisher mit Siem Reap in Verbindung gebracht haben. Für Anna-Lena und mich stand fest - das dürfte nicht fehlen. Gesagt, getan. Wenn der Wecker morgens um kurz vor vier klingelt, weiß man, dass irgendwas in dem Moment nicht richtig läuft - aber nein. Dieses Mal wartete etwas unglaubliches auf uns. Voller Vorfreude und noch total im Halbschlaf ging es für uns um 4:30 Uhr auf den Roller, Richtung Angkor Wat - Sonnenaufgang. Das erste was Anna-Lena durch den Kopf ging, war wie bescheuert sie sein musste, sich um vier Uhr morgens aus dem Bett zu quälen, nur um einen stink normalen Sonnenaufgang anzugucken, schließlich gibt es den jeden Tag. Normal war an diesem Morgen aber nicht das richtige Wort - eher umwerfend und atemberaubend.

Der Himmel lila, als stände man vor einem Kunstwerk und im Vordergrund die bekannten drei Türme Angkor Wat‘s - WOW! Die Sonne, die im Hintergrund dabei aufging war eher Nebensache, der Himmel war Spektakel genug. Das Richtige Highlight wartete allerdings noch auf uns, nämlich die Tempelanlage selbst. 

Sonnenaufgang Angkor Wat🌅

Angkor Wat ist eine riesige alte Tempelanlage die sich über 200 Quadratkilometer erstreckt und vor über 800 Jahren von einem damals lebenden König erbaut wurde. Hier haben wir eine Menge über das damalige Leben und die Khmer Kultur erfahren können. Aber nun zu den Tempeln. Das diese Tempelanlage groß sein würde war uns bewusst. Aber so groß? Wie groß sie ist wird einem aber glaube ich erst bewusst wenn man selber da gewesen ist. Wir wählten bewusst die kleine Route da uns gesagt wurde das selbst diese an einem Tag kaum zu schaffen ist. 

Ein kleiner Ausschnitt von der Anlage, bevor es durch die Türen von Angkor Wat ging🏰

Nachdem wir uns den Sonnenaufgang vor dem berühmten Angkor Tempel angesehen hatten wollten wir diesen von innen sehen. Wie haben Menschen vor über 800 Jahren solch ein riesiges Bauwerk erschaffen? Diese Frage ging mir die ganze Zeit durch den Kopf. 

Überall kleine feine Reliefs in den Wänden, fein herausgearbeitete Bilder in den riesigen Steinen. Einfach unglaublich.

Wir gingen völlig überwältigt durch die Gänge und Tunnel des Tempels und bestiegen zum Schluss einen der Türme von dem man eine atemberaubende Aussicht hatte. 

Aussicht von ganz oben 

Nach etwa 2 Stunden stiegen wir voller Erwartung auf unseren Roller und fuhren zum nächsten Tempel. Normalerweise verläuft die kleine Route mit dem Uhrzeigersinn, doch wir entschieden uns die andere Richtung einzuschlagen, da es von Minute zu Minute voller wurde. Eine kluge Entscheidung. Denn beim nächsten Tempel waren wir fast alleine und konnten es somit richtig genießen, ohne von Menschenmassen belagert zu werden.

Der Bante Kndei war der kleinste Tempel auf der Tour, deshalb auch nicht so spannend wie die anderen großen, jedoch die Tatsache das kaum Touristen dort waren, machte es interessanter.

Der dritte Tempel, Ta Prohm, war hingegen unglaublich spektakulär. Dementsprechend aber auch voll. Ein Tempel mitten im Dschungel.

Riesige Bäume verwuchsen quasi mit dem Tempel und die Wurzeln schlängelten sich an den Tempelmauern herunter. Ein wahnsinniger Anblick. Wer schon mal den Film Tomb Raider gesehen hat, dem werden unsere Bilder bekannt vorkommen, denn dieser Film mit Angelina Jolie wurde genau hier am Ta Prohm gedreht. Jetzt weiß ich auch warum, eine tolle Kulisse. Es hatte etwas mystisches und war einfach schön anzusehen.

Der letzte Tempel, den wir hier erwähnen werden war der Bayon. Ein riesiger Tempel, in dem wir uns mehrfach verlaufen haben. Viele verwinkelte Gassen und Tunnel.

Das Highlight vom Bayon sind Gesichter von Buddhas auf riesigen Steinen die etwas höher gelegt sind. Wie ist es möglich das solche detailgetreuen „ Schnitzereien“ vor so langer Zeit in riesige Steine gemeißelt werden konnte? Einfach unmöglich in meinen Augen.

Deswegen ist Angkor Wat so atemberaubend da man sich einfach nicht vorstellen kann wie das alles entstehen konnte. Insgesamt verbrachten wir knapp zwölf Stunden auf dem Gelände und besuchten neun verschiedene Tempel. Die hier alle aufzunehmen und genauer zu beschreiben würde den Rahmen sprengen. Allgemein ist kaum zu beschreiben wie großartig diese Tempel sind, das muss man selber gesehen haben. Es lohnt sich!! 

Völlig erschöpft aber sehr glücklich diese Weltsehenswürdigkeit gesehen zu haben, fuhren wir zurück in unser Hostel und verarbeiteten unsere Eindrücke und Gedanken des Tages. 


Die restlichen beiden Tage haben wir damit verbracht uns die Stadt anzusehen. Zu Fuß und per Roller. Wir besuchten mehrere Nachtmärkte und ließen es uns einfach gut gehen in dieser wundervollen Stadt. Diese charmante Atmosphäre und dieser Flair haben uns wahrlich umgehauen und wir genossen es durch die Straßen zu schlendern. Hierbei ist die Pub Street erwähnenswert. 

Es handelt sich um ein Straßenkreuz das voll gespickt ist mit Bars, Restaurants und Clubs. Wir saßen fast jeden Abend dort und beobachteten das rege Treiben. Ein toller Platz um einen Tag ausklingen zu lassen. 

Nachtisch - Ice - Cream Rolls findet man dort an jeder Ecke🍨


Fazit - Siem Reap

Siem Reap ist grade wegen Angkor Wat beliebt und auch so bekannt. Da stimmen wir auch voll mit ein, es war wirklich klasse. Auch wenn Siem Reap sonst keine erstklassigen Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, ist es einfach schön gewesen durch die Stadt zu bummeln und das Leben dort näher kennenzulernen. Wir haben die Zeit hier sehr genossen und würden auf jeden Fall noch einmal wieder kommen.


Hier noch ein paar Bilder aus Siem Reap: